Beauty

Meine Top 10 der Beauty-Lügen

Lippenpflege macht abhängig – wirklich?!

burt's-bees-lippenpflege-super-gut

Als Hair & Make-up Artistin werde ich oft gefragt, ob die Haare wirklich schneller wachsen, wenn man sie schneidet und viele Menschen versuchen mit wenig Haarewaschen auszukommen, denn sie denken sie bekommen fettige Haare, wenn sie zu oft waschen.

Auch spukt die These mit den „rasierten Haaren, die dicker werden durch viel Rasieren“ noch gewaltig in den Köpfen herum. Hier gibt es nun die Top 10 Beauty-Irrtümer für euch.

Nr.1 Haare wachsen schneller, nach dem Friseur
Haare wachsen nicht schneller, wenn man beim Friseur war. Nur weil die Haare wieder voller und gesünder aussehen, heisst das nicht, dass sie schneller wachsen. Haare bestehen aus Keratin und haben keine Nervenenden, die mitteilen können: Haare ab, jetzt bitte wachsen! Nur zu 10 % bestehen die Haare aus Wasser.

 


Nr.2 Tägliches Peelen macht die Haut besonders zart

Wenn das so wäre hätten wir alle eine Top-Haut! Leider ist aber sogar das Gegenteil der Fall: Zwar reinigt ein Peeling gründlich, entfernt abgestorbene Hautschuppen und Unreinheiten, regt aber auch die Neubildung von Zellen an und macht die Haut schön zart. Doch wenn ihr die Rubbelkur zur täglichen Routine macht, strapaziert ihr eure Haut: Sie wird gereizt, zeigt Rötungen und trocknet aus. Ein sanftes Peeling sollte nur ein- bis zweimal in der Woche gamacht werden. Menschen mit empfindlicher Haut erkundigen sich am besten beim Hausarzt oder der Kosmetikerin, wie viel ihre Haut „ab kann“. Die Erfahrung musste ich selbst machen! Hatte jeden Tag gepeelt und sah nicht besser aus als vorher – im Gegenteil.

 

Nr.3 Von Lippenpflege wird manabhängig
Ja, ich bin abhängig von Lippenpflege! Aber nur physisch. Ich mag das Gefühl von geschmeidigen Lippen.Lippenpflegestifte enthalten keiner Stoffe, die eine körperliche Abhängigkeit verursachen. Da die Lippen-Haut   sehr dünn ist und nahezu keine Talgdrüsen hat, trockent sie schneller aus als andere Hautpartien. Da der pflegende Effekt eines Lippenpflegestifts von den Anwendern als sehr angenehm empfunden wird, kommt es schnell zu einem Gewöhnungseffekt. Daher sollte man auch bei trockenen Lippen auf einen gute Lippenpflege achten, die natürliche Fette enthält. Diese können in die Lippen einziehen.

 

Nr. 4 Make-up verstopft die Poren
Hartnäckig hält sich auch heute noch dieses Gerücht, hinter dem in der Vergangenheit aber tatsächlich ein wahrer Kern steckte: Früher enthielten Make-ups und Foundations quellfähiges Reismehl, das sich in den Poren absetzte und Unreinheiten verursachte. Auf die hochwertigen Produkte dieser Tage, die aus hautfreundlichem Talkum oder natürlichen Silikaten bestehen, trifft das jedoch nicht zu. Beim Make-up-Kauf ist bei öliger Haut noch darauf zu achten, dass die Produkte anti-komedogen sind und ölfrei sind, damit es keine Pickelchen gibt.

 

Nr. 5 Je größer das Mascara-Bürstchen, desto voluminöser werden die Wimpern
Mascara ist eines der beliebtesten Kosmetikprodukte überhaupt. Ob nun die Bürste groß oder klein, geschwungen oder gerade, mit langen oder kurzen Borsten ausgestattet ist – wie das „getuschte Ergebnis“ ausfällt, ist hauptsächlich von der Beschaffenheit der Textur und Borsten der Mascara abhängig. Es gibt Borsten aus Kunststoff wie ein Kamm für definierte Wimpern und dann gibt es Bürsten, die mehr Textur auf die Wimpern geben und somit mehr Volumen machen. Auch sind manche Texturen mit bestimmten Formeln (z.B Fiber) versehen, die mehr hergeben. Zu Guter letzt ist natürlich auch die Beschaffenheit der eigenen Wimpern von Wichtigkeit. Es gibt dichte, feine und lange Wimpern.


Nr. 6 Im Schatten braucht man keinen Sonnenschutz

Nee nee, UV-Strahlen mogeln sich auch durch einen bedeckten Himmel und sogar durch einen Sonnenschirm durch. Allein unter letzterem ist man immer noch der Hälfte der UV-Strahlung ausgesetzt. Im Meer oder Pool erhöht sich die Belastung sogar noch um bis zu 70 %.


Nr. 7 Häufiges Rasieren verstärkt den Haarwuchs

Das Gerücht, dass sich nach häufigem Rasieren der Haarwuchs verstärkt, gehört ins Reich der Märchen. Die Rasur nimmt überhaupt keinen Einfluss auf das Haarwachstum. Nachwachsende Stoppeln erscheinen nur dicker, weil Körperhaare an der Wurzel fester und breiter sind als an den Spitzen.

 


Nr. 8: Weniges Haarewaschen verhindert, dass das Haar schneller nachfettet

Noch so ein Mythos. Man kann sein Haar beliebig waschen. Häufiges Haarewaschen ist nicht für die übermäßige Talgproduktion verantwortlich und regt diese auch nicht zusätzlich an. Ganz minimal wird der Haarmuskel beim Massieren angeregt, aber niemand massiert sich ewig lange die Haare beim Waschen, oder? Stress, Sport, Schwitzen, Hormone, Frieren, Massieren und sich ständig in die Haare fahren regt die Talgproduktion an und dann kann es sein, dass man fettige Haare bekommt. Im Übrigen kann man von zu vielen Haarwäschen eher eine trockene Kopfhaut bekommen.

 

Nr. 9: Seife trocknet die Haut aus
Nein, muss nicht sein! Was bin ich froh, dass ich Seife nehmen kann! Wo ich Seife doch so liebe! Nur aggressive Tenside wie Natrium-Laurylsulfat trockenen die Haut aus. Gut sind Seifen mit Oliven – und Lorbeeröl, Tenside aus Kokos oder Zucker. Seifenfreie Waschstücke (Sydets) sind ph-freundlich.

 

Nr. 10: Tägliches Eincremen und Massieren schützt vor Cellulite
Dann hätte ich keine Cellulite mehr! Ich creme mich jeden Tag ein! Hauptsächlich spielt die Beschaffenheit des Bindegewebes ein große Rolle. Hinzu kommen erbliche Veranlagungen, Hormone (z.B. Schwangerschaft) die für die  Orangenhaut verantwortlich sind. Ich persönlich habe ein weiches Bindegewebe und kann noch so viel Sport machen! Apropos: Anti-Cellulite-Creme kann die Orangenhaut mildern, nicht aber die Ursache bekämpfen. Es ist wie es ist : )

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.